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Frau Kramp Karrenbauer sagt, wo Merkel auf Bürger hören muss



Zuhör-Tour“ nannte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Reise quer durch Deutschland. Dabei hat die Vertraute von CDU-Chefin Angela Merkel in rund 40 Städten mit CDU-Mitgliedern an der Parteibasis gesprochen.



Nun zog sie einem Interview mit der „Bild“-Zeitung eine Bilanz ihrer Reise. Mehrere Aussagen lassen dabei aufhorchen.

Zum einen hat sie die Union zu einem respektvolleren Umgang miteinander in Streitfragen aufgefordert und dabei sehr deutliche Worte gefunden. Kramp-Karrenbauer sagte: „Was aber gar nicht geht, ist die Tonlage, mit der dieser Streit geführt wurde. Dafür hat an der Basis niemand Verständnis.“ Und weiter sagte sie: „Einer bürgerlich-konservativen Partei und ihren Wertvorstellungen war das völlig unwürdig.“

Kramp-Karrenbauer übermittelte aber auch ihrer Chefin eine Botschaft der Basis. Denn auf die Frage, ob sie der Kanzlerin empfehlen würde, ihre Politik zu ändern, sagte die oft kurz AKK genannte Politikerin: Wir müssen ein Gefühl aufnehmen, das immer wieder geäußert wurde. Ganz gleich, ob bei Migration, Kriminalität, Diesel, Steuern. Viele haben beklagt, dass der Staat sich Regeln gibt und sie dann selbst nicht oder sehr unterschiedlich einhält. Das treibt die Menschen sehr stark um.“

"Die Union muss sich nicht neu erfinden"

Und noch eine weitere Bürger-Kritik an Merkel und ihrem Führungs- und Politikstil nannte Kramp-Karrenbauer. Sie sagte: „Die Union muss sich nicht neu erfinden. Aber es war doch spürbar, dass die Parteibasis intensiv diskutieren und stärker in Entscheidungen einbezogen werden will. Es ist kritisiert worden, dass wir bestimmte Entscheidungen besser begründen und erklären müssen. Eine andere, ganz deutliche Botschaft lautet: Wir, die in Deutschland den Karren ziehen, wir kommen in der Politik viel zu wenig vor.“



Focus-Online 26.7.2018

Gleiches gilt übrigens für den Bundestagsabgeordneten Herrn von der Marwitz. Auch hier würde man sich mehr Präsenz in den Ortsverbänden wünschen, um über die Bundespolitik mit ihm diskutieren zu können.
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